Rezensionen

"Polizisten im Visier. Eine kriminologische Untersuchung zur Gewalt gegen Polizei aus Tätersicht"
von Rita Steffes-enn

"Wer die "Denke" und Innenwelt von Tätern, die sich gegen Obrigkeit und Autorität aus den verschiedensten Gründen (Ehre, Kriegerethik, Abgrenzung, Respekt) "zur Wehr" setzen, kennen lernen will, kommt an diesem dünnen Buch nicht vorbei. (...)
Auch wenn der erste Teil des Buches sehr theoretisch ist und sich an die kriminologisch wissenschaftliche Fachwelt richtet, lohnt sich die Lektüre der Befragungen und Schlüsse aus den Befragungen allemal. Auch die immer wieder eingeflochtenen kriminologischen Thesen kann man in diesem praktischen Zusammenhang viel besser verstehen (z.B. Verdammung der Verdammenden etc.). Darüber hinaus wird der Körper und die Körpersprache hier als kulturelles Aushängeschild einer inneren Haltung und Gesamtidentität transparent gemacht und Bewegungen und Tatoos in die wache Aufmerksamkeit gebracht. Alle Berufsgruppen, die sich mit Eigensicherung beschäftigen müssen, können hier viel lernen. Und das Buch ist nicht nur für die Polizei oder soziale Dienste wichtig, sondern auch für "normale Bürger", die z.B. im Rahmen von Zivilcourage auf Menschen trifft, die anders denken, als er selbst. Das ist gut zu wissen und senkt die Angst. Ein sehr klares und mutiges Buch, dem es um eine gerechte und objektive Sicht auf alle Seiten geht."

Zitatauszug von Amazon-Rezensent "Ralf Bongartz" (gesamt abrufbar unter: www.amazon.de)   

 

„Täter und Taten als Informationsquellen. Anamnese und Fallarbeit“
Herausgeberin: Rita Steffes-enn

"(...) Diskussion
'Durch das Fehlen eines systematischen Informations- und Risikomanagements ist der Umgang mit Krisen- und Risikosituationen nicht zuletzt von der individuellen Haltung, dem Engagement und Fachwissen der involvierten Kräfte sowie deren Risikobereitschaft abhängig' (S. 25), schreibt Steffes-enn schon im ersten Kapitel, und der Rezensent möchte ihr zurufen: 'Wie wahr und wie traurig.' In diese Lücke hinein schreiben Steffes-enn und Mitautoren ihr Buch, und das ist zweifellos ein wichtiges Verdienst. Es fehlt in diesem Bereich tatsächlich an elementaren Bausteinen, und so ist dem Buch eine Pionierrolle zuzubilligen. (...)
Fazit
Bei dem besprochenen Buch handelt es sich um einen lesenswerten Sammelband für die Fachwelt und Praxis, das sowohl ausgesprochen wissenschaftliche als auch praktische Beiträge versammelt. Wer sich für das Thema Sexualstraftäter interessiert, wird den Herausgeberband mit Gewinn lesen können. Insbesondere könnte das Buch für all diejenigen interessant sein, die sich mit anamnestischen Fragen auf diesem Feld befassen wollen oder Interesse an einer spezifischen Zielgruppe (z. B. Brandstifter) haben. Leser finden in vielen Beiträgen weitere Literatur und Anregungen zum Weiterlesen."

Auszug aus der ausführlichen Rezension von Prof. Dr. Wolfgang Klug, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Fakultät Soziale Arbeit (gesamt - einschließlich konstruktiver Kritikpunkte zum Buch - abrufbar unter: www.socialnet.de)

„In diesem interdisziplinären Buch versammelt Herausgeberin Rita Steffes-enn Beiträge von 12 Autoren – Juristen, Kriminologen, Sozialpädagogen, Psychologen, Psychiater, Biologen – um auf die Fallarbeit und Anamnese, vor allem bei sexuell assoziierten Taten, Gewalttaten im sozialen Nahbereich, außerhalb des sogenannten „häuslichen Kontexts“ und auf Stalking einzugehen. Auf der beiliegenden CD findet sich der komplette Anamnesebogen zum Ausdrucken, im Buch natürlich auch, zusammen mit fundierten Einführungen, Erläuterungen dazu. Darüber hinaus, zum Vertiefen, behandeln die Autoren u. a. Themen wie „Die Rolle der Fantasie bei sexuell assoziierten Taten“, „Tierquälerei als ‚rote Flagge’?“, „Stalking und sexuelle Gewalt“, „Brandstifter und ihre Taten“ oder das tabuisierte Thema „Sexueller Kindesmissbrauch – das Tabu der Täterin“. Ein spannender Band für interessierte Fachleute aus den Bereichen Recht, Medizin, Psychologie. Verständlichkeit: *****“

Rezensiert von Reinhold Kampmann, Wissenschaftsjournalist (abrufbar unter: www.buchkatalog.de)

"bis zu 50 % der verurteilten Sexualstraftäter berichten davon bereits im Jugendalter sexuell deviante Interessen besessen zu haben, dennoch hält sich hartnäckig die Meinung das sexuelle Übergriffe von Kindern und Jugendlichen im Bereich pubertären 'sich Ausprobieren' zu verorten sind. Erfreulich, dass die Herausgeberin für einen differenzierteren Blick wirbt um bereits frühzeitig sexuell abweichendes Verhalten identifizieren und aufarbeiten zu können.
Dieses Buch gibt einen fachlich fundierten, gut verständlichen Überblick über die Bedingungsfaktoren sexuell deviantem Verhaltens und enthält Aufsätze verschiedener Autoren zu den Themen:
- Fantasiearbeit
- Tierquälerei
- Stalking
- Brandstiftung
- Bildanalyse in Fällen von Kinderpornografie
- sexueller Missbrauch
- Risiko- und Schutzfaktoren
Desweiteren umfasst das Buch einen sehr umfangreichen Anamnesebogen für Praktiker, die mit sexuell delinquenten Personen arbeiten. Er soll der Beurteilung des Täters und des Tatverhhaltens dienen um daraus resultierend individuell passende pädagogische Hilfen anbieten zu können. Es sei angemerkt, dass dieser Anamnesebogen einen unerfahrenen Interviewer im Kontakt mit dem Klienten überfordern dürfte. Ideen wo man bei der Tatbeurteilung und des Tatverhaltens hinschauen sollte liefert er aber auch für Unerfahrene."

Amazon-Rezensent "Micha" (abrufbar unter: www.amazon.de)

 

„Schwere Gewalt gegen Kinder. Risikoanalyse und Prävention“
Herausgeber: Rita Steffes-enn & Jens Hoffmann

„Fazit: Auch wenn in der Praxis der Jugendhilfe Gewalt gegen Kinder mit Todesfolge durch die eigenen Eltern bzw. nahe stehende Bezugspersonen Einzelfälle sind, so ist es dennoch wichtig, Kenntnisse über die spezifischen Faktoren und Dynamiken zu haben, die zu einer solchen Eskalation in Familien führen können. Der Tod eines Kindes, verursacht durch die eigenen Eltern, steht am Ende eines Prozesses. Die Bedeutung der frühestmöglichen Erkennung solcher Entwicklungen liegt im Interesse der Fachkräfte um schwere Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Der Band ist daher Praktiker/innen, die mit Kinderschutzfragen konfrontiert sind, zu empfehlen. Er bietet einen guten Überblick über Erscheinungsformen, Häufigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale und Dynamiken bei Tötungen von Kindern in der Familie. Die Beiträge sind wissenschaftlich fundiert, aber auch praxisnah verfasst.“

Rezensiert von Martina Huxoll, Kinderschutzbund NRW (abrufbar unter: www.socialnet.de)

 

„Ambulante Täterarbeit. Intervention, Risikokontrolle und Prävention“
Herausgeber: Gernot Hahn & Michael Stiels-Glenn

Das Buch fasst den wertvollen Erfahrungsschatz vieler Fachleute zusamen und hält für den Praktiker wichtiges Hintergrundwissen bereit. Die Autoren sind sich einig, dass Täter nicht auf sich allein gestellt bleiben dürfen. Teufelskreise zu durchbrechen braucht die Kraft vieler Menschen. Das Buch ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Rezensiert von Verena Liebers, Eppendorfer (abrufbar unter: www.psychiatrie-verlag.de )

 

„Orte der Wirklichkeit. über Gefahren in medialen Lebenswelten Jugendlicher“
Herausgeber: Frank J. Robertz & Ruben Wickenhäuser

„Dieses Buch beschreibt die unterschiedlichen Phänomene, stellt den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse dar und zeigt praktische Interventions- und Präventionsmöglichkeiten für Schulpsychologen, Lehrer, Eltern, Polizisten auf. Es geht in diesem Buch darum, Probleme im Umgang mit Neuen Medien wahrzunehmen und damit letztlich Anleitung und Orientierung für Jugendliche geben zu können. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf der medial heiß diskutierten Schnittstelle zwischen Neuen Medien und Gewalt.“

Rezensiert von Dieter Bach, lehrerbibliothek.de (abrufbar unter: lbib.de)

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